Vorsorge

Krebsfrüherkennung – Tests und Untersuchungen im Überblick

3 Min. LesezeitAktualisiert am 02.11.2026
Darmkrebs-Test ansehen

Krebsfrüherkennung umfasst alle Tests und Untersuchungen, die Krebs oder seine Vorstufen in einem frühen Stadium entdecken sollen, oft noch bevor Beschwerden auftreten. Viele Krebsarten lassen sich in frühen Stadien besser behandeln.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick, welche Krebsarten sich früh erkennen lassen, welche Tests es gibt und wer besonders auf Vorsorge achten sollte.

Kurz gesagt
  • Krebsfrüherkennung soll Krebs oder seine Vorstufen finden, bevor Beschwerden auftreten. Dann sind die Heilungschancen meist besser.
  • Gesetzlich Versicherte haben je nach Alter und Geschlecht Anspruch auf Untersuchungen, unter anderem für Darm, Haut, Brust, Gebärmutterhals und Prostata.
  • Selbsttests für zu Hause können eine Ergänzung sein, ersetzen aber nicht die ärztliche Vorsorge.

Warum ist Krebsfrüherkennung wichtig?

Krebserkrankungen entwickeln sich oft über Jahre unbemerkt. Wird Krebs früh entdeckt, bestehen in vielen Fällen höhere Behandlungschancen und weniger belastende Therapiemöglichkeiten. Tumore können dann häufig entfernt oder behandelt werden, bevor sie sich ausbreiten. Das gilt besonders für Krebsarten, die in frühen Stadien kaum Symptome verursachen.

Welche Krebsarten lassen sich früh erkennen?

Darmkrebs

Für die Darmkrebs-Früherkennung gibt es den immunologischen Stuhltest (iFOBT/FIT), der unsichtbares Blut im Stuhl nachweist, sowie die Darmspiegelung (Koloskopie). Der Stuhltest lässt sich zu Hause durchführen und wird ab 50 Jahren empfohlen, bei familiärer Vorbelastung auch früher. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zum Darmkrebs Test für Zuhause und im Ratgeber immunologischer Stuhltest.

Blasenkrebs

Für Blasenkrebs gibt es Urintests wie den NMP22® BladderChek®, der den Tumormarker NMP22 im Urin misst. Details finden Sie auf unserer Seite zum NMP22 BladderChek.

Brustkrebs

Die Früherkennung umfasst regelmäßige Mammographien und Ultraschalluntersuchungen. Frauen ab einem bestimmten Alter oder mit familiärer Vorbelastung sollten regelmäßig untersucht werden.

Hautkrebs

Wichtig sind Hautuntersuchungen durch eine Dermatologin oder einen Dermatologen sowie das regelmäßige Beobachten der eigenen Haut auf ungewöhnliche Muttermale oder Veränderungen.

Prostatakrebs

Prostatakrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten bei Männern. Bluttests (PSA-Test) und die Tastuntersuchung der Prostata können helfen, ihn früh zu erkennen.

Gebärmutterhalskrebs

Beim Pap-Abstrich werden Zellen auf Veränderungen untersucht.

Lungenkrebs

Für Menschen mit hohem Risiko, etwa Raucherinnen und Raucher, kann eine Niedrigdosis-CT zur Früherkennung infrage kommen.

Wer sollte besonders auf Früherkennung achten?

  • Personen ab 50 Jahren: Das Risiko für viele Krebsarten, darunter Darm- und Prostatakrebs, steigt mit dem Alter.
  • Menschen mit familiärer Vorbelastung: Sind nahe Verwandte wie Eltern oder Geschwister an Krebs erkrankt, ist das Risiko für viele Krebsarten erhöht.
  • Risikogruppen: Rauchen oder hoher Alkoholkonsum erhöhen zum Beispiel das Risiko für Lungen- oder Leberkrebs.
  • Menschen mit Beschwerden: Bei unerklärter Gewichtsabnahme, Blut im Stuhl, ständiger Müdigkeit oder Schmerzen sollten Sie zeitnah ärztlichen Rat einholen.

Wie oft sollte man sich untersuchen lassen?

Das hängt von Alter, familiärer Krankengeschichte und allgemeinem Gesundheitszustand ab. Allgemein empfehlen Ärztinnen und Ärzte, ab 50 Jahren regelmäßig Früherkennungsuntersuchungen wie den Darmkrebs-Test wahrzunehmen. Welche Untersuchungen für Sie infrage kommen, besprechen Sie am besten in Ihrer Praxis.

Was tun bei einem auffälligen Testergebnis?

Ein positives Testergebnis bedeutet nicht automatisch eine Krebserkrankung, erfordert aber eine weiterführende Diagnostik:

  • Fachärztin oder Facharzt aufsuchen
  • gegebenenfalls Gewebeprobe (Biopsie)
  • weitere Untersuchungen wie CT, MRT oder Endoskopie

Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Bei einem positiven Ergebnis sollten Sie das Ergebnis ärztlich abklären lassen.

Wie Sie Ihr Krebsrisiko senken können

  • Ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten
  • Regelmäßige Bewegung, möglichst 30 Minuten täglich
  • Verzicht auf Rauchen, einen der größten Risikofaktoren für Krebs
  • Weniger Alkohol
  • Vorsorgeuntersuchungen je nach Alter und Risikogruppe wahrnehmen

Häufige Fragen zur Krebsfrüherkennung

Was versteht man unter Krebsfrüherkennung?

Alle Maßnahmen und Tests, die Krebs oder krebsartige Veränderungen in einem frühen Stadium entdecken sollen, bevor Symptome auftreten.

Ab welchem Alter ist Krebsfrüherkennung sinnvoll?

Je nach Krebsart unterschiedlich. Für viele Untersuchungen, etwa den Darmkrebs-Test, wird ein Beginn ab 50 Jahren empfohlen, bei familiärer Vorbelastung auch früher.

Bedeutet ein positiver Test, dass ich Krebs habe?

Nein. Ein positives Ergebnis ist ein Hinweis, der ärztlich weiter abgeklärt werden muss.

Welche Tests kann ich zu Hause machen?

Zu Hause möglich sind zum Beispiel ein immunologischer Stuhltest für die Darmkrebs-Früherkennung und der NMP22® BladderChek® Urintest für die Blasenkrebs-Früherkennung.

Selbsttests zur Krebsfrüherkennung

Bei KrebsProbe erhalten Sie zwei Selbsttests für zu Hause:

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Diagnose.

Medizinischer Hinweis: Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Bei einem auffälligen Ergebnis oder Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.