# Darmkrebs Symptome: Frühe Warnzeichen erkennen

Darmkrebs wächst meist langsam und verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Umso wichtiger ist es, mögliche Warnzeichen zu kennen und sie ärztlich abklären zu lassen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Symptome auf Darmkrebs hindeuten können, wann Sie zum Arzt gehen sollten und welche Möglichkeiten der Früherkennung es gibt.

## Warum früher Darmkrebs oft keine Symptome macht

Ein Tumor im Dickdarm oder Enddarm verursacht bei den meisten Betroffenen lange keine Beschwerden. Darmkrebs entwickelt sich in der Regel über Jahre, häufig aus zunächst gutartigen Vorstufen, den sogenannten Polypen oder Adenomen. Treten erste Anzeichen auf, sind sie meist wenig typisch und können ebenso bei anderen, harmlosen Darmerkrankungen vorkommen.

Deshalb gilt: Wer keine Beschwerden hat, ist nicht automatisch frei von Darmkrebs. Die gesetzliche Früherkennung setzt genau hier an. Sie soll Krebs oder seine Vorstufen finden, bevor die ersten Anzeichen auftreten.

## Mögliche Warnzeichen für Darmkrebs

Die folgenden Beschwerden können auf Darmkrebs hinweisen. Wichtig zu wissen: Viele Menschen mit Darmkrebs haben keines dieser Symptome, und wer sie hat, ist deshalb nicht automatisch an Krebs erkrankt.

### Veränderte Stuhlgewohnheiten

- häufigerer Stuhldrang

- wiederholte Verstopfung oder ein Wechsel von Verstopfung und Durchfall

- sehr dünner, „bleistiftartiger“ Stuhl, etwa durch eine Verengung im Darm

- besonders übelriechender Stuhl

### Blut oder Schleim im Stuhl

Sichtbares Blut im oder am Stuhl ist ein Warnzeichen, das Sie immer ärztlich abklären lassen sollten. Auch vermehrter Schleim auf dem Stuhl oder der Abgang von etwas Blut, Schleim oder Stuhl zusammen mit Blähungen kann ein Hinweis sein.

### Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden

- wiederholte, krampfartige Bauchschmerzen

- Schmerzen beim Stuhlgang

- häufige, laute Darmgeräusche und Blähungen

- häufige Übelkeit oder Völlegefühl, obwohl Sie wenig gegessen haben

### Allgemeine Anzeichen

- ungewöhnliche Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Leistungsabfall

- Blässe und Blutarmut (Anämie), etwa durch regelmäßige Blutungen aus dem Darm

- ungewollter Gewichtsverlust

- wiederholt leichtes Fieber und Nachtschweiß

Bei fortgeschrittener Erkrankung kann ein großer Tumor als Verhärtung im Bauch tastbar sein. Ein vollständiger Darmverschluss ist ein Notfall und muss in der Regel sofort behandelt werden.

## Wie sieht Blut im Stuhl bei Darmkrebs aus?

Blut im oder am Stuhl kann ihn rot oder schwarz färben. Am Aussehen allein lässt sich jedoch nicht erkennen, woher die Blutung stammt. Häufig sind Hämorrhoiden die Ursache, also vergrößerte Blutgefäße am After. Auch Entzündungen oder Polypen können bluten.

Viele Tumoren und Polypen geben zudem nur so wenig Blut ab, dass es mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Man spricht dann von verstecktem (okkultem) Blut. Genau dieses Blut weist ein immunologischer Stuhltest (iFOBT) nach. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber [Blut im Stuhl erkennen](/blut-im-stuhl-erkennen/).

## Welcher Blutwert ist bei Darmkrebs erhöht?

Viele Menschen hoffen, Darmkrebs mit einer einfachen Blutuntersuchung erkennen zu können. Einen Blutwert, der Darmkrebs bei beschwerdefreien Menschen zuverlässig anzeigt, gibt es jedoch nicht.

- **Tumormarker CEA:** Bei Darmkrebs ist vor allem der Tumormarker CEA von Bedeutung. Er wird vor Beginn einer Behandlung bestimmt und später im Verlauf und in der Nachsorge kontrolliert. Für die Früherkennung wird er nicht eingesetzt.

- **Tumormarker bei Gesunden:** Tumormarker gelten als grundsätzlich nicht geeignet, um Krebs bei gesunden Menschen früh zu erkennen. Ein erhöhter Wert kann andere Ursachen haben, etwa Entzündungen, Medikamente oder Rauchen. Umgekehrt steigt ein Marker nicht bei jeder Krebserkrankung an.

- **Blutarmut:** Regelmäßige Blutungen aus dem Darm können zu einer Anämie führen. Eine Blutarmut hat aber viele mögliche Ursachen und ist kein Nachweis für Darmkrebs.

Für die Früherkennung empfohlen sind der Test auf verstecktes Blut im Stuhl und die Darmspiegelung.

## Wann Sie zum Arzt gehen sollten

Lassen Sie Beschwerden ärztlich abklären, besonders wenn sie über längere Zeit anhalten oder immer wiederkehren. Sichtbares Blut im Stuhl sollten Sie in jedem Fall untersuchen lassen. Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis. Dort können andere Ursachen ausgeschlossen werden, bei Bedarf erfolgt eine Überweisung in eine gastroenterologische Praxis.

Haben Sie Darmkrebs in der Familie oder eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auch ohne Beschwerden auf eine passende Früherkennung an.

## Risikofaktoren für Darmkrebs

Einige Faktoren erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken:

- **Familiäre Belastung:** Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) von Betroffenen haben ein etwa zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko. Erbliche Syndrome wie das Lynch-Syndrom oder die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) erhöhen es deutlich.

- **Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen:** Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, vor allem wenn der Dickdarm betroffen ist.

- **Darmpolypen:** Adenome sind Vorstufen von Darmkrebs.

- **Lebensstil:** Rauchen, Alkohol, Übergewicht, viel rotes und verarbeitetes Fleisch sowie Bewegungsmangel.

Wenn Darmkrebs in Ihrer Familie vorkommt, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob eine Früherkennung schon vor dem 50. Lebensjahr sinnvoll ist. Als Faustregel gilt: Verwandte ersten Grades sollten die erste Darmspiegelung zehn Jahre vor dem Alter haben, in dem bei dem Familienmitglied Darmkrebs festgestellt wurde.

## Darmkrebs früh erkennen: Stuhltest und Darmspiegelung

Seit dem 1. April 2025 gelten für Frauen und Männer ab 50 Jahren dieselben Angebote der gesetzlichen Krankenversicherung:

- **Immunologischer Stuhltest (iFOBT):** alle zwei Jahre. Er weist mithilfe von Antikörpern verstecktes Blut im Stuhl nach.

- **Darmspiegelung (Koloskopie):** zweimal im Abstand von zehn Jahren. Wer die erste Darmspiegelung mit 65 Jahren oder später macht, hat Anspruch auf nur eine.

Die Darmspiegelung gilt als sicherste Methode. Dabei können Polypen direkt entfernt werden, bevor sie zu Krebs werden. Ist ein Stuhltest auffällig, besteht immer ein Anspruch auf eine Darmspiegelung zur Abklärung. Welche Leistungen Ihre Kasse übernimmt, lesen Sie unter [Darmkrebsvorsorge und Krankenkasse](/darmkrebsvorsorge-krankenkasse/). Einen Überblick über die Testverfahren finden Sie in unserem Ratgeber [Darmkrebs-Test](/darmkrebs-test/).

Ein immunologischer Selbsttest für zu Hause kann eine Ergänzung sein, zum Beispiel wenn Sie einen ersten Test diskret zu Hause machen möchten. Wie ein solcher Test funktioniert, erklärt der Beitrag [Immunologischer Stuhltest](/immunologischer-stuhltest/). Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Ein positives Ergebnis sollten Sie immer ärztlich abklären lassen, und auch ein negatives Ergebnis schließt Darmkrebs nicht aus, da nicht jeder Tumor blutet.

Der immunologische Stuhltest PreventID® CC weist verstecktes Blut im Stuhl nach, das Ergebnis liegt laut Produktangaben nach etwa zehn Minuten vor. So können Sie den Test diskret zu Hause durchführen und ein auffälliges Ergebnis gezielt mit Ihrer Arztpraxis besprechen.

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## Häufige Fragen

### Wie kann man Darmkrebs erkennen?

Darmkrebs macht im frühen Stadium oft keine Beschwerden. Sicher erkennen lässt er sich nur durch ärztliche Untersuchungen, vor allem die Darmspiegelung. Ein Test auf verstecktes Blut im Stuhl kann Hinweise liefern, die dann per Darmspiegelung abgeklärt werden.

### Ist Blut im Stuhl immer ein Zeichen für Darmkrebs?

Nein. Häufig stecken Hämorrhoiden, Entzündungen oder Polypen dahinter. Trotzdem sollten Sie Blut im Stuhl immer ärztlich abklären lassen.

### Kann ein Blutbild Darmkrebs ausschließen?

Nein. Ein unauffälliges Blutbild schließt Darmkrebs nicht aus. Auch Tumormarker wie CEA sind nicht zur Früherkennung geeignet, sondern werden vor allem im Verlauf einer Behandlung und in der Nachsorge eingesetzt.

### Ab welchem Alter zahlt die Krankenkasse die Darmkrebsvorsorge?

Frauen und Männer ab 50 Jahren können alle zwei Jahre einen Stuhltest machen oder zweimal im Abstand von zehn Jahren eine Darmspiegelung durchführen lassen. Bei familiärer Belastung kann eine frühere Untersuchung sinnvoll sein.

### Bekommt man bei Darmkrebs Bauchschmerzen?

Möglich sind wiederholte, krampfartige Bauchschmerzen oder Schmerzen beim Stuhlgang. Viele Betroffene haben im frühen Stadium jedoch keine Schmerzen. Halten Beschwerden an, lassen Sie sie ärztlich abklären.

## Quellen

- Krebsinformationsdienst (DKFZ): Darmkrebs – Symptome: [https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/symptome](https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/symptome)

- Krebsinformationsdienst (DKFZ): Darmkrebs – Risikofaktoren und Vorbeugung: [https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/risikofaktoren](https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/risikofaktoren)

- Krebsinformationsdienst (DKFZ): Diagnose Darmkrebs – Untersuchungen bei Krebsverdacht: [https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/diagnostik](https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/diagnostik)

- Krebsinformationsdienst (DKFZ): Tumormarker bei Gesunden: [https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/detail/tumormarker-bei-gesunden-grundsaetzlich-keine-gute-idee](https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/detail/tumormarker-bei-gesunden-grundsaetzlich-keine-gute-idee)

- Krebsinformationsdienst (DKFZ): Darmkrebs – Vorsorge und Früherkennung: [https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/frueherkennung](https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/frueherkennung)

- Deutsche Krebsgesellschaft (ONKO-Internetportal): Symptome bei Darmkrebs: [https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/darmkrebs/symptome.html](https://www.onko-portal.de/basis-informationen-krebs/krebsarten/darmkrebs/symptome.html)

- Deutsche Krebshilfe: Darmkrebs: [https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/darmkrebs/](https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/darmkrebs/)

- Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Darmkrebs-Screening – Pressemitteilung zum 1. April 2025: [https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1248/](https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1248/)

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Quelle: https://www.krebsprobe.de/darmkrebs-symptome/ · Stand: 2026-11-02
Hinweis: Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
