# Darmkrebsvorsorge: Was zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ein eigenes Programm zur Früherkennung von Darmkrebs an – kostenlos für Versicherte ab 50 Jahren. Seit April 2025 gelten dabei für Frauen und Männer dieselben Regeln. Hier erfahren Sie, welche Untersuchungen Ihnen zustehen, wie oft und wie das Einladungsverfahren funktioniert.

## Darmkrebsvorsorge auf Kassenkosten: das Wichtigste in Kürze

- Anspruch haben alle gesetzlich Versicherten ab 50 Jahren – Frauen und Männer gleichermaßen.

- Zur Wahl stehen zwei Wege: ein immunologischer Stuhltest alle zwei Jahre oder zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

- Ist ein Stuhltest auffällig, besteht immer Anspruch auf eine Darmspiegelung zur Abklärung.

- Die Krankenkassen schicken Einladungen mit 50, 55, 60 und 65 Jahren. Sie können die Untersuchungen aber auch ohne Einladung nutzen.

Fachleute sprechen übrigens genauer von „Darmkrebsfrüherkennung“. Von „Vorsorge“ im eigentlichen Sinn sprechen sie, wenn Krebsvorstufen gefunden und entfernt werden, bevor Krebs entsteht. Im Alltag sind beide Begriffe gebräuchlich.

## Was hat sich 2025 geändert?

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) legt fest, welche Früherkennungsuntersuchungen die gesetzlichen Kassen bezahlen. Seit dem 1. April 2025 gilt für Frauen und Männer ab 50 Jahren dasselbe Angebot.

Vorher war die Regelung uneinheitlich: Frauen zwischen 50 und 54 Jahren konnten nur den jährlichen Stuhltest wählen. Männer gleichen Alters konnten zwischen jährlichem Stuhltest und Darmspiegelung wählen. Heute können beide Geschlechter schon ab 50 eine Darmspiegelung in Anspruch nehmen, und der Stuhltest ist einheitlich alle zwei Jahre vorgesehen.

Im August 2026 hat der G-BA zudem geprüft, ob das organisierte Programm auf Menschen unter 50 Jahren mit familiärem Darmkrebsrisiko ausgeweitet werden soll. Mangels ausreichender Studienbelege hat er die Regeln nicht geändert. Das Programm startet also weiterhin mit 50 Jahren.

## Übersicht: Leistungen nach Alter und Geschlecht

Alter | 
Frauen | 
Männer | 

unter 50 Jahre | 
kein Anspruch im organisierten Programm; bei Beschwerden oder erhöhtem Risiko ärztlich beraten lassen | 
kein Anspruch im organisierten Programm; bei Beschwerden oder erhöhtem Risiko ärztlich beraten lassen | 

ab 50 Jahre | 
immunologischer Stuhltest alle 2 Jahre **oder** 2 Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren | 
immunologischer Stuhltest alle 2 Jahre **oder** 2 Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren | 

erste Darmspiegelung ab 65 Jahre | 
nur eine Früherkennungs-Darmspiegelung | 
nur eine Früherkennungs-Darmspiegelung | 

Einladung der Krankenkasse | 
mit 50, 55, 60 und 65 Jahren | 
mit 50, 55, 60 und 65 Jahren | 

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss und Krebsinformationsdienst, Stand 2026. Zusätzlich können Versicherte ab 50 Jahren einmalig eine ärztliche Beratung zur Darmkrebsfrüherkennung nutzen.

## Der Stuhltest im Programm der Krankenkasse

Im Kassenprogramm kommt ein quantitativer [immunologischer Stuhltest](/immunologischer-stuhltest/) (iFOBT) zum Einsatz. Er weist mithilfe von Antikörpern menschliches Blut im Stuhl nach, auch in Mengen, die man nicht sehen kann. Vor dem Test müssen Sie daher auf keine Lebensmittel verzichten.

Den Test bekommen Sie zum Beispiel in der Hausarztpraxis oder bei Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt. Laut Felix Burda Stiftung geben ihn auch Urologen, Hautärzte, Internisten und niedergelassene Chirurgen aus. Sie nehmen die Probe zu Hause und geben sie spätestens nach fünf Tagen in der Praxis ab. Die Auswertung erfolgt im Labor. Ist der Test unauffällig, hören Sie in der Regel nichts. Ist er positiv, meldet sich Ihre Praxis, und eine Darmspiegelung sollte folgen.

Wer sich für die Darmspiegelung entschieden hat, kann statt der zweiten Spiegelung nach zehn Jahren auch wieder Stuhltests machen.

## Die Darmspiegelung (Koloskopie)

Die Felix Burda Stiftung bezeichnet die Darmspiegelung als die effektivste Vorsorgemethode. Dabei wird der gesamte Dickdarm mit einer kleinen Kamera untersucht. Polypen und auffälliges Gewebe können meist direkt entfernt werden. Für die Untersuchung muss der Darm vorher vollständig entleert werden, auf Wunsch gibt es eine kurze Narkose.

Durchgeführt wird sie von speziell qualifizierten Fachärztinnen und Fachärzten für Gastroenterologie. Eine Überweisung brauchen Sie dafür laut Krebsinformationsdienst nicht. Ist der Befund unauffällig, ist die nächste Spiegelung nach zehn Jahren vorgesehen. Wurden Polypen entfernt, wird meist nach drei bis fünf Jahren erneut untersucht.

## So funktioniert das Einladungsverfahren

Seit 2019 bieten die gesetzlichen Krankenkassen ein organisiertes Programm zur Darmkrebsfrüherkennung an. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Einladung kommt per Post mit 50, 55, 60 und 65 Jahren. Ihr liegt eine Versicherteninformation des G-BA bei – mit getrennten Fassungen für Frauen und Männer sowie einer Version in Leichter Sprache. Darin werden Nutzen und mögliche Nachteile der Untersuchungen erklärt.

Wichtig: Sie müssen nicht auf die Einladung warten. Die Untersuchungen stehen Ihnen in den festgelegten Abständen auch ohne Brief zu. Wer keine Einladungen erhalten möchte, kann widersprechen.

## Wofür ist ein privater Selbsttest sinnvoll?

Das kostenlose Programm der Krankenkassen ist der empfohlene Weg zur Darmkrebsfrüherkennung. Nutzen Sie es, wenn Sie Anspruch haben. Ein Stuhl-Selbsttest für zu Hause, den Sie selbst bezahlen, kann das Angebot ergänzen, aber nicht ersetzen. Denkbar ist er zum Beispiel:

- wenn Sie jünger als 50 Jahre sind und sich einen ersten Eindruck verschaffen möchten,

- wenn Sie zwischen zwei Kassentests zusätzlich testen möchten,

- wenn Sie sich einen schnellen, diskreten Test zu Hause wünschen.

Beachten Sie dabei: Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Jedes positive Ergebnis sollte ärztlich abgeklärt werden. Und bei Beschwerden wie sichtbarem Blut im Stuhl oder anhaltend veränderten Stuhlgewohnheiten gehen Sie bitte direkt zur Ärztin oder zum Arzt – unabhängig von einem Testergebnis. Ausführliche Informationen finden Sie in unseren Ratgebern zum [Darmkrebs-Test](/darmkrebs-test/) und zur [Krebsfrüherkennung](/krebsfrueherkennung/).

Menschen mit Darmkrebs in der Familie oder bestimmten Darmerkrankungen sollten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen, ob eine Untersuchung schon vor dem 50. Lebensjahr sinnvoll ist.

## Häufige Fragen

### Ab welchem Alter zahlt die Krankenkasse die Darmspiegelung?

Seit dem 1. April 2025 haben Frauen und Männer ab 50 Jahren Anspruch auf zwei Früherkennungs-Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

### Wie oft zahlt die Kasse den Stuhltest?

Versicherte ab 50 Jahren können alle zwei Jahre einen immunologischen Stuhltest machen, wenn sie sich nicht für die Darmspiegelung entschieden haben.

### Gibt es eine Altersobergrenze?

Eine feste Obergrenze nennen G-BA und Krebsinformationsdienst nicht. Wer die erste Darmspiegelung erst mit 65 Jahren oder später macht, hat aber nur Anspruch auf eine Früherkennungs-Darmspiegelung. Ob eine Untersuchung im höheren Alter sinnvoll ist, besprechen Sie am besten ärztlich.

### Ich habe keine Einladung bekommen. Habe ich trotzdem Anspruch?

Ja. Der Anspruch hängt nicht von der Einladung ab. Sie können die Untersuchungen in den vorgesehenen Abständen jederzeit nutzen.

### Zahlt die Krankenkasse einen Selbsttest aus dem Internet?

Selbsttests, die Sie online oder in der Apotheke kaufen, zahlen Sie in der Regel selbst. Der kostenlose Test im Kassenprogramm wird über Ihre Arztpraxis ausgegeben und im Labor ausgewertet.

Sie möchten zusätzlich zum Kassenprogramm oder schon vor dem 50. Geburtstag diskret zu Hause testen? Der immunologische Schnelltest PreventID® CC weist verborgenes Blut im Stuhl nach – mit Ergebnis nach etwa 10 Minuten. Ein positives Ergebnis sollten Sie immer ärztlich abklären lassen.

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## Quellen

- [Programm zur Früherkennung von Darmkrebs](https://www.g-ba.de/themen/methodenbewertung/erwachsene/krebsfrueherkennung/darmkrebs-screening/) – Gemeinsamer Bundesausschuss (abgerufen 2026)

- [Darmkrebsvorsorge wird einfacher: Gleiches Angebot für Frauen und Männer ab 50 Jahren](https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1236/) – Gemeinsamer Bundesausschuss (abgerufen 2026)

- [Darmkrebs-Vorsorge: Darmspiegelung jetzt auch für Frauen ab 50 Jahren möglich](https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1248/) – Gemeinsamer Bundesausschuss (abgerufen 2026)

- [Keine belastbare Evidenz für Ausweitung der organisierten Darmkrebs-Früherkennung auf jüngere Personen mit familiärem Risiko](https://www.g-ba.de/presse/pressemitteilungen-meldungen/1349/) – Gemeinsamer Bundesausschuss (abgerufen 2026)

- [Darmkrebs-Vorsorge: Darmspiegelung und Stuhltest](https://www.krebsinformationsdienst.de/darmkrebs/frueherkennung) – Krebsinformationsdienst, DKFZ (abgerufen 2026)

- [Darmkrebsfrüherkennung (Darmkrebs-Screening)](https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsvorsorge-und-krebsfrueherkennung/darmkrebsfrueherkennung/) – Deutsche Krebshilfe (abgerufen 2026)

- [Stuhltest](https://www.felix-burda-stiftung.de/darmkrebsvorsorge/frueherkennung/stuhltest) – Felix Burda Stiftung (abgerufen 2026)

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Quelle: https://www.krebsprobe.de/darmkrebsvorsorge-krankenkasse/ · Stand: 2026-11-02
Hinweis: Ein Selbsttest ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
